Burgendatenbank
Burg Arnsberg (Arensberg)
[Teile erhalten]
Bilder: Alexander Willig
Text: Alexander Willig
[Stand: 2009]
Standort:
Bilder:
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Blick auf die Burg vom Ort aus |
Romanischer Burgruine | |
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Bergfried |
Tor des neuen Traktes | |
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Anlage aus dem 17. Jhd. |
Arnsberg und Zehentstadel des Eichstätter Bischofs |
Beschreibung:
Die Anlage des Schlosses Arnsberg, gelegen auf einem hohen Kalkfelsverband, besteht heute aus den Resten der romanischen Burgruine, der noch Reste des Bergfrieds erhalten sind, sowie der großen Vorburg mit Graben, Bering und Burgtor.
Die Vorburg ist heute als renovierter Trakt erkennbar mit einem zweigeschossigem Hauptbau mit Stufengiebel, dem sog. Sommerhaus, dem Vogtbau und einem Wehrgang. Mitten im Burghof steht eine Kapelle.
Historie:
Der Bau der Burg Arnsberg wird auf die Edelfreien von Erlingshofen zurückgeführt. Diese wurden zwischen 1156 und 1265 n. Chr. als Herren von Arnsberg genannt. Ein Gottfried von Arnsberg wurde urkundlich um 1162 n. Chr. erwähnt.
Auch wurde der Name der Arnsberg um 1278 n. Chr. erwähnt, als diese ein Burg bei Heideck errichten ließen.
Der romanische Bergfried wird auf das Ende des 13. Jahrhunderts datiert und soll als Besitzzeichen der Eichstätter errichtet worden sein.
Um 1328 n. Chr. wurde die Burg verpfändet. Später um 1350 n. Chr. dann an die Ingolstädter Herzöge verkauft, die wiederum die Burg an die Frauenberger verpfändet, eine als rauflustig bekannte Familie, die ihre Besitzungen mit der Burg zu Haag und dem Schloss Prunn somit erweitern konnten.
Die Fraunberger ließen eine Sperrmauer im Tal unter der Burg Arnsberg errichten und fuhren damit Zölle ein.
Den Fraunberger (oder Fraunhofer), die bald unter Acht und (Kirchen-)Bann standen, nahm Ludwig der Bärtige gegen 1417 n. Chr. die Burg mit Gewalt wieder ab. Jedoch ließ er sie gegen Ende seiner Besetzung, um 1433 n. Chr., weitestgehend schleifen.
Die Herren von Laaber ließen die Ruine bis 1450 n. Chr. wieder aufbauen. Sie nahmen in diesem Jahr auch wieder das Pfand der Burg.
1453 n Chr. saßen erneut die Herren von Heideck auf der Burg. Doch gegen 1473/75 n. Chr. verkaufte Herzog Albrecht IV. die Burg an das Hochstift Eichstätt.
Dieser ließ die Burg 1663 n. Chr. zu einem Jagd- und Sommerschloss erneuern.
Die romanische Burganlage wurde gegen 1763/64 n. Chr. als Materialquelle für den Bau des Schlosses Hirschberg mißbraucht. Der Bergfried und alles Brauchbare wurde abgetragen.
Die Burg Arnsberg wurde schließlich zur Ruine, nachdem ihre Mauern und die Felsen, auf der sie errichtet worden war, nach und nach abstürzten - zwischen 1831 und 1931.
Weitere Informationen zum Objekt
Anfahrt:
Routenplaner und Vogelperspektive bei Google Maps
Gemeinde Kipfenberg-Arnsberg, Kreis Eichstätt - Oberbayern
Anfahrtsplan
Zugang:
Die romanische Ruine ist jederzeit zugänglich. Der Hof des neuen Traktes kann mit einem Besuch der Gastronomie verbunden werden.
Nutzung:
Gastronomie, Hotel, Tagungen
Kontakt:
Schloß Arnsberg
Schloß 1
85110 Kipfenberg-Arnsberg
Mail: info@schloss-arnsberg.de
Weiterführender Link 1: www.schloss-arnsberg.de
Weiterführender Link 2: www.arnsberg-im-altmuehltal.de
Quellen:
Burgen und Schlösser - Kreis Eichstätt vom Landkreis Eichstätt
Ausgabe 1981,
Burgen und Schlösser in Bayern von Michael Weithmann
ISBN: 3-85326-175-2

