Burgendatenbank
Burg Kipfenberg
[erhalten]
Bilder: Alexander Willig
Text: Alexander Willig
[Stand: 2009]
Standort:
Bilder:
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Ansicht vom Ort aus |
Ansicht Ostseite | |
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Torbau zur Vorburg |
Der Hexenturm | |
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Nordseite: Bergfried mit Wohnbau |
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Beschreibung:
Die eindrucksvolle Burg Kipfenberg, besteht aus einem romanischen Bergfried, dem Wohnbau im Anschluss, einer Kapelle, dem verwinkelten Hexenturm, einem Zwingturm, einem Bering und der Vorburg mit Torbau.
Die heutige Baumasse stammt vom Wiederaufbau aus dem 20. Jahrhundert, der auf den Resten einer mittelalterlichen Ruine aufgesetzt wurde. Diese Rekonstruktion aus verklärter Burgenromantik des 19./20. Jahrhunderts, nötigt sogar Burgenkennern einen zweiten Blick ab, um dies zu erkennen.
Historie:
Die erste Bauphase der Burg Kipfenburg wird auf das späte 12. Jahrhundert datiert, andere Quellen tendieren auf das Jahr um 1200 n. Chr.
Der Besitz der Burg lag im 13. Jahrhundert bei den Kropf/Struma, die ihren eigentlichen Stammsitz bei Weißenburg hatten. Eine Linie dieser Familie nannten sich ab ca. 1277 n. Chr. nach Kipfenberg. Erwähnt wurden die von Kipfenberg doch bereits um 1266 n. Chr.
1301 n. Chr. wurde die Burg und die zugehörigen Höfe an den Hochstift Eichstätt verkauft. Seit dem war die Burg Sitz eines Pflegamtes. Auch wurde die Burg durch die Eichstätter Bischöfe im 14. Jahrhundert aufgrund von Geldnot, mehrmals verpfändet.
Zwischen 1365 und 1415 n. Chr. wurde die Burg durch den Eichstätter Bischof Raban - Truchseß von Wilburgstetten und Friedrich IV. Graf von Öttingen, verstärkt und weiter ausgebaut.
Der Bauernkrieg um 1525 n. Chr. kann der Burg Kipfenberg nichts anhaben.
Und schon zwischen 1560 und 1590 n. Chr. wurde die Vorburg und das Torhaus weiter befestigt. Auch zwischen 1612 und 1636 n. Chr. wurde die Burg weiter verstärkt. Somit war auch während des Dreißigjährigen Krieges für die Burg Kipfenberg keine große Gefahr im Verzug.
Über die Jahrhunderte nagte der Zahn der Zeit an der Bausubstanz der Burg, so dass um 1836 die Burg auf Abbruch verkauft wurde. Um 1896 war von der einst so stark befestigten Burg nur noch der Bergfried erhalten. Die Berliner Familie Taeschner, die die Burg um 1914 erwarb, ließ diese von dem Baumeister von Kaiser Wilhlem II., Bodo Ebhardt, rekonstruieren. Dieser Nachbau wurde gegen 1925 fertiggestellt.
Weitere Informationen zum Objekt
Anfahrt:
Routenplaner und Vogelperspektive bei Google Maps
Gemeinde Kipfenberg, Kreis Eichstätt - Oberbayern
A 9 bei Ausfahrt Denkendorf verlassen und durch Denkendorf auf der Staatstraße 2392 Richtung Kipfenberg fahren. Folgen Sie der Beschilderung "Infopoint Limes" über Gelbelsee und die kleine Burgstrasse zur Burg Kipfenberg. Parkplätze in der Nähe der Burg sind ausgewiesen.
Zugang:
Kein Zugang zur Hauptburg, da bewohnt.
Vorburg bei Besuch des Museums oder bei Veranstaltungen.
Nutzung:
Bajuwaren-Museum
Kontakt:
Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg
Burgstraße
85 110 Kipfenberg
Mail: bajuwarenmuseum@altmuehlnet.de
Weiterführender Link 1: www.bajuwaren-kipfenberg.de
Quellen:
Burgen und Schlösser - Kreis Eichstätt vom Landkreis Eichstätt
Ausgabe 1981,
Burgen und Schlösser in Bayern von Michael Weithmann
ISBN: 3-85326-175-2

